Rückblick: Die Grabungskampagne 2025 in Castelseprio

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Caterina Giostra wurden auch 2025 die Grabungen an der Hausfeste in Castelseprio weitergeführt. Das Projekt, welches die Katholische Universität, in Zusammenarbeit mit der Universität Chieti und mit Ausgrabungsgenehmigung des Ministeriums für Kulturgüter seit mehreren Jahren verfolgt, wird seit 2023 durch die PLuS-Stiftung gefördert.

Im Mai und Juni fand die fünfte Ausgrabungskampagne in Castelseprio statt. Sie konzentrierte sich auf das befestigte Turmhaus, der Bereich der Burg, der sich am besten verteidigen ließ und als Sitz der zivilen und militärischen Macht des Castrums gilt: ein Schlüsselbereich für das Verständnis der strategischen und administrativen Rolle der Burg von der Spätantike bis zum Hochmittelalter.
Nachdem die Forschungen im Inneren des imposanten Gebäudes (Kampagnen 2021 und 2022) abgeschlossen waren, wurden die Untersuchungen auf ein weitläufiges Gebiet westlich des Gebäudes ausgedehnt (Kampagnen 2023-2025).

In diesem Zuge konnte eine erste, wichtige Erkenntnis gemacht und bestätigt werden: die der Chronologie des Baus der Festungsanlage. Entgegen der bisherigen Annahmen, die die Ursprünge in der späten Antike (spätrömisch oder gotisch) vermuteten, handelt es sich um ein Bauwerk des Zeitalters der Langobarden (7. bis 8. Jahrhundert).

Weitere Informationen finden sich im detaillierten Ausgrabungsbericht (auf Italienisch).