Über die Stiftung

Die Stiftung

Die in Basel beheimatete Stiftung Patrum Lumen Sustine (PLuS) hat gemäß ihren Statuten den Zweck, «Initiativen von Einzelnen, Instituten und Vereinen zu fördern, die zum Ziel haben, die Identität der Europäischen Kultur zu erforschen und zu schützen, sowie Werte und Ideale unserer gemeinsamen Tradition zu bewahren, sodass ihr Geist am Leben erhalten wird».

Entsprechend konzentrieren sich die Stiftungsaktivitäten auf den Bereich der Geisteswissenschaften, insbesondere die Erforschung der Antike und des Mittelalters, wobei die Archäologie, die Klassische Philologie resp. das Römische Denken, die Buchkunde und die Musikwissenschaft im Zentrum stehen. Die Stiftung unterstützt Forschungs- und Publikationsprojekte sowie Initiativen, welche einem weiten Publikum Zugang zu diesen Gebieten ermöglichen.

In enger Absprache mit dem Stifter, Herrn  Dr. Paolo Omodeo Salé, werden die Interessen und Geschäfte der Stiftung durch folgende Organe vertreten:

Der Stiftungsrat

Der Stiftungsrat fungiert in enger Absprache mit dem Stifter als Stiftungsleitung. Er verantwortet die strategische Ausrichtung der Stiftung und vertritt  die Stiftungsinteressen vor dem Gesetz; ihm obliegen Entscheidungen hinsichtlich der Durchführung bzw. Förderung von Projekten ebenso wie die Besorgung des Tagesgeschäfts. Derzeit setzt sich der Stiftungsrat wie folgt zusammen:

Dr. Paolo Omodeo Salè                   

Stifter

Prof. Dr. Ermanno Malaspina

Präsident des Stiftungsrats

Professore ordinario di Lingua e letteratura latina

Pontificia Academia Latinitatis e Société Internationale des Amis de Cicéron

https://unito.academia.edu/ErmannoMalaspina

Prof. Dr. Rachele Dubbini

Prof. Dr. Rachele Dubbini

Professore associato di Archeologia Classica

Universität Ferrara (Italien)

https://docente.unife.it/rachele.dubbini

Prof. Dr. Saverio Lomartire

Professore associato di Storia dell’Arte medievale

Università degli studi dell’Insubria (Italien)

https://archivio.uninsubria.it/hpp/saverio.lomartire

Prof. Dr. Cédric Scheidegger Lämmle

Associate Professor für Latinistik, Fachbereichsleiter

Universität Basel (Schweiz)

https://daw.philhist.unibas.ch/de/personen/cedric-scheidegger-laemmle/

Prof. Dr. Dr. h.c. Gregor Vogt-Spira

Ord. Professur em. für Klassische Philologie / Latinistik

Philipps Universität Marburg (Deutschland)

https://www.uni-marburg.de/de/fb10/iksl/faecher/klassische-philologie/fach/personen/prof-dr-gregor-vogt-spira

Der Wissenschaftliche Beirat

Die Stiftungsleitung wird durch einen Wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Dieser hat die Aufgabe, die wissenschaftliche Exzellenz der durch die Stiftung geförderten und initiierten Projekte zu gewährleisten; dieser Aufgabe kommt er dadurch nach, dass er die Stiftungsleitung mit seinem Fachwissen in der Beurteilung der wissenschaftlichen Inhalte resp. der Forschungspläne  unterstützt, und insbesondere Empfehlungen über die Durchführung bzw. Unterstützung von Projekten abgibt. Der Wissenschaftliche Beirat besteht derzeit aus den folgenden Mitgliedern:

Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Zimmermann

Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats

Ord. Professur für Klassische Philologie

Universität Freiburg (Deutschland)

https://www.altphil.uni-freiburg.de/dozenten/dozentenseiten/zimmermann.html

Prof. Dr. Francesca Romana Berno

Professore associato di Lingua e Letteratura Latina

Universität Sapienza Rom (Italien)

https://corsidilaurea.uniroma1.it/it/users/francescaromanabernouniroma1it

Prof. Dr. Caterina Giostra

Professore associato di Archeologia cristiana e medievale

Katholische Universität Mailand (Italien)

https://docenti.unicatt.it/ppd2/it/docenti/12702/caterina-giostra/profilo

Prof. Dr. Massimiliano Papini

Professore associato di Archeologia e Storia dell’Arte Greca e Romana

Universität Sapienza Rom (Italien)

https://phd.uniroma1.it/web/MASSIMILIANO-PAPINI_nC204_IT.aspx

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle, vertreten durch die Wissenschaftliche Koordinatorin, Frau Dott.ssa Vivien Kluge M.A., unterstützt die Stiftungsleitung im operativen Tagesgeschäft. Außerdem fungiert sie als erste Anlaufstelle für externe Anfragen und Anliegen.

Mission

Traditio lampadis

Das Bild der traditio lampadis, der Weitergabe der Fackel im griechischen Staffellauf, stellt ein Prinzip dar, welches in der Antike schon bald auf weitere Bereiche übertragen wurde, sodass die Fackel als Metapher für Licht, Wissen und Erkenntnis steht, die an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. In seinem Spätwerk bezieht sich Francis Bacon in ebendiesem Sinne  auf die traditio lampadis.  So beschreibt er im 6. Buch seines Werks De dignitate et augmentis scientiarum (1623) das Wesen der Wissenschaft, wie folgt: “[…] eamque Traditionem Lampadis, sive Methodum ad Filios, appellabimus.” (https://archive.org/details/worksfrancisbaco02bacoiala/page/428/mode/2up?q=traditionem)

Im Kontext spricht Bacon hier von der Vermehrung von Wissen, die er mit der Vermehrung von Pflanzen gleichsetzt, welche man stets mit der Wurzel versetzen sollte. So ist die Vermittlung und Überlieferung von Wissen, wie wir sie im Bild der Traditio Lampadis bei Bacon finden, als Prozess zu begreifen: es geht nicht um die Weitergabe abschließender Ergebnisse , sondern vielmehr um einen fortlaufenden Erkenntnisgewinn, für den die Vermittlung an die Nachkommen von zentraler Bedeutung ist, die ihrerseits zur weiteren Vervollständigung und zum Wachstum von Wissen beiträgt.

Dieses Motiv, welches neben der  Bewahrung von Traditionen auch das Bemühen um Fortschritt zum Ausdruck bringt, bestimmt das Wesen und die Motivation der Patrum Lumen Sustine-Stiftung.

Das Logo der Stiftung ebenso wie ihr Name und ihre Statuten reflektieren den Geist der traditio lampadis.

Statuten (Auszug)

Die Stiftung bezweckt, lnitiativen von Einzelnen, lnstituten und Vereinen zu fördern, die zum Ziel haben, die ldentität der Europäischen Kultur zu erforschen und zu schützen, sowie Werte und ldeale unserer gemeinsamen Tradition zu bewahren, so dass ihr Geist am Leben erhalten wird.

Die Stiftung hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keinerlei Erwerbszweck.

Die Mitglieder des Stiftungsrates sowie des Wissenschaftlichen Beirats müssen zwingend über eine akademische Qualifikation verfügen; ihre wissenschaftliche Expertise soll alle Tätigkeitsfelder der Stiftung gebührend abdecken. Ferner können Vertreter von Institutionen, die mit der Stiftung zusammenarbeiten, aufgenommen werden; in diesem Fall ist eine akademische Qualifikation nicht erforderlich.

Mitglieder des Stiftungsrates und des Wissenschaftlichen Beirats üben ihre Tätigkeit grundsätzlich ehrenamtlich aus.

In diesen Tenor lässt sich auch das Motiv der Bögen einordnen, welches die Startseite unserer Website ziert und im Hintergrund der Seite präsent bleibt.

Das Motiv der Bögen

Das Bild zeigt die drei Bögen des oberen Teils des Pronaos des Markusdoms, der in die Seite des Palazzo Venezia in Rom integriert ist. Es handelt sich um ein Werk, das Leon Battista Alberti zugeschrieben wird, der als echter Humanist alle Wissensgebiete abdeckte und die Antike wiederentdeckte: von Cicero bis zur Architektur. Eine Figur also, die gut zu den Zielen von PLuS passt. Insbesondere übersetzt der Mensch die Welt der Zahlen in Stein, da die drei Bögen die Proportionen der Bögen des Kolosseums widerspiegeln, mit einem Takt, der durch das Verhältnis des „Goldenen Schnitts“ bestimmt wird, einer irrationalen Zahl, die zu einer Vollkommenheit tendiert, die wir nie erreichen können. Und allein ihr Anblick vermittelt einen Sinn für Maß, für Ausgewogenheit, für Rhythmus, ja für das Ewige. Das Bacon-Zitat passt nicht nur perfekt zum Namen der Stiftung, sondern erinnert uns auch an die lateinische Sprache als europäische Ausdrucksform des menschlichen Wissens  (Paolo Omodeo Salè).

Der Gründer

Im Jahr 2016 wurde die Patrum Lumen Sustine-Stiftung durch Dr. Paolo Omodeo Salè gegründet, der die Stiftungsgeschäfte bis zum Jahr 2022 leitete und auch seither als festes Mitglied des Stiftungsrats maßgeblich an der Ausrichtung der Stiftungsaktivitäten mitwirkt. Die Tätigkeiten der Stiftung reihen sich ein in eine Vielzahl von Projekten und Vorhaben, die Herr Omodeo Salè unterstützt und initiiert, mit der Intention, das europäische Kulturerbe zu schützen, zu erforschen und Forschenden sowie Studierenden verschiedenster Disziplinen durch Stipendien und Förderprogramme zu ermöglichen, eigene Projekte voranzubringen, um zu diesem Ziel beizutragen.